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Alle Unterlagen sind eingereicht. 38 Formulare für 7 Kandidaten.

Stapel ausgefüllter Formulare für die Wahlvorschläge der FDP Weyhe

Es ist geschafft: Unsere Wahlunterlagen sind eingereicht. Für die Bürgermeisterwahl, für den Gemeinderat und für den Kreistag Diepholz. Alles vollständig, alles fristgerecht, alles unterschrieben.

Damit steht fest: Ihr könnt am 13. September auf allen drei Stimmzetteln liberal wählen.

38 Formulare für 7 Menschen.

Sieben Kandidatinnen und Kandidaten. Drei Wahlen. 38 Formulare.

Jedes einzelne musste ausgefüllt, geprüft, unterschrieben und eingereicht werden — von Menschen, die das neben Beruf, Familie und Ehrenamt erledigen. Niemand von uns macht das hauptberuflich. Es gibt keine Stabsstelle, die den Papierkram übernimmt. Es gibt Küchentische, Abende und Aktenordner.

Willkommen in der Bürokratie.

Kein Grund zur Klage. Aber ein Grund zum Nachdenken.

Damit das klar ist: Wir beschweren uns nicht über das Wahlrecht. Formvorschriften bei Wahlen haben einen guten Sinn. Sie stellen sicher, dass jede Kandidatur nachvollziehbar, überprüfbar und anfechtungssicher ist. Wer Demokratie ernst nimmt, hält solche Regeln ein, ohne zu murren. Genau deshalb haben wir jedes Blatt sorgfältig ausgefüllt.

Trotzdem lohnt der Blick auf den Stapel. Denn dieses Gefühl kennen in Weyhe viele:

  • der Handwerksbetrieb, der für einen Auftrag mehr Nachweise sammelt als Material,
  • der Verein, der für ein Sommerfest durch drei Genehmigungsverfahren muss,
  • die Familie, die auf den Bauantrag wartet,
  • das Unternehmen, das eine Förderung beantragt und nach dem dritten Formular aufgibt.

Wir haben unsere 38 Formulare geschafft. Aber wir haben dabei am eigenen Leib gemerkt, wovon wir sonst nur reden. Deshalb steht weniger Bürokratie vor Ort bei uns nicht als Floskel im Programm, sondern als Aufgabe: klarere Zuständigkeiten, digitale Antragswege, Verfahren, die man ohne Aktenordner versteht. Wer selbst durch den Papierstapel muss, formuliert das anders.

Jetzt kommt der Teil, auf den wir uns freuen.

Der Papierkram ist erledigt. Ab jetzt geht es um das, weswegen wir überhaupt antreten: um den Austausch von Argumenten.

Wahlkampf ist für uns kein Schaulaufen, sondern die intensivste Zeit des Zuhörens, die eine Partei hat. In den kommenden Wochen stehen wir an Infoständen, klingeln an Türen, sind bei Veranstaltungen und in den Vereinen — und wir kommen nicht, um Euch etwas zu erzählen, sondern um zu erfahren, was Euch beschäftigt. Die besten Anträge im Rat entstehen selten am Schreibtisch. Sie entstehen aus einem Gespräch am Gartenzaun.

Dazu gehört auch Widerspruch. Wenn Ihr unsere Position zu Finanzen, Verkehr oder Bildung für falsch haltet, sagt es uns. Ein Argument, das eine Nachfrage nicht aushält, taugt nichts. Wir nehmen niemanden für dumm — und wir erwarten dasselbe zurück.

Also: Sprecht uns an, wenn Ihr uns im Ort trefft. Schreibt uns, wenn Euch etwas unter den Nägeln brennt. Und geht am 13. September wählen — egal, wo Ihr Euer Kreuz macht. Eine hohe Wahlbeteiligung nützt Weyhe mehr als jedes einzelne Plakat.